Champions League 2017/2018

harry2511

Parkrocker
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klar, die zeiten, in denen fußballer für einen turniersieg einen einkaufsgutschein und ein paar neue fußballschuhe bekommen haben sind längst vorbei und seit ich denken kann, waren z.b. bei den bayern immer "die millionäre" auf dem platz, wie es mein onkel immer sagte. aber früher konnte man dennoch noch genügend Beispiele bringen um zu sagen "geld schießt keine tore".
Die Entwicklung in der Bundesliga ist eins, aber dass jetzt in der Hauptrunde der vermeintlich besten 16 mannschaften europas, die alle durch eine Gruppenphase als 1. oder 2. gekommen sind, (zum stand jetzt) 3/6 spielen so einseitig verlaufen und die rückspiele so interessant sind, wie die übertragung eines testspiels in der saisonvorbereitung gegen einen verein aus dem nachbardorf, ist eine für mich verdammt gefährliche entwicklung.

wenn wir das geld bzw. die höhe des unterschieds einfach mal ausblenden...denn auch "früher" gab es die großen vereine, die gewisse ablösen und gehälter zahlen konnte, und andere eben nicht. die anzahl der mannschaften ist ja nicht größer geworden. woran liegts denn (gerade) vllt. noch? denn auch jetzt können die großen vereine nur 11 spieler auf den rasen schicken und eine begrenzte anzahl auf bank und tribüne platzieren. also gibt es diese größer werdende schere nicht nur bei dem finanziellen, sondern auch bei der spielerqualität? gibt es eine etwas unausgeglichenere anzahl an besonders guten und eben "normalen" spielern? liegt das dann nur daran, dass die jeden tag schlichtweg mit besseren spielern trainieren? oder auch an trainingsmethoden und bedingungen? gibt es mehr fehleinschätzungen bei spielern, die vllt. gut geradeaus laufen können und mal ein paar gute spiele gemacht haben und dann ihren weg in profimannschaften finden? klar ist, dass es ein mario basler z.b., sowohl vom verhalten (rauchen/trinken) und vielleicht auch sportlich (schwer ihn sich jetzt auf dem platz vorzustellen) wohl heutzutage nicht mehr in eine profimannschaft schaffen würde und zumindest in den top clubs größtenteils nurnoch "musterprofis" spielen, aber das zieht sich ja eigentlich bis zur zweiten liga durch. gibt es also jetzt einfach mehr außergewöhnliche talente, die alle einfach ihren weg in die großen vereine finden, oder weniger/nicht genug außergewöhnliche, sodass für den rest "nichts übrig bleibt". klar, man kann jetzt keine 18* ~ 25 (18 bundesligisten bei ca. 25 Spielern pro Team) Stars heranzüchten, aber vielleicht trotzdem irgendwie auch das Spielerniveau etwas ausgeglichener hinbekommen, über veränderte trainingsbedingungen o.ä. Wäre bei den Umsätzen doch auch für "Mittelklasse Mannschaften" vllt. ein Anreiz dahingehend mehr zu optimieren, als die komplette kohle wieder für einen weiteren spieler zu reinvestieren. hat man weniger geduld mit trainern? Oder haben trainer einen (noch) wesentlich größeren einfluss als früher bzw. als man gemeinhin denkt? (der unterschied von bayern vor und mit heynckes ist ja nicht wegzudiskutieren, ebenso wie die zeit vor und nach bosz beim bvb z.b). gibt es also hier vielleicht zu wenige top-trainer und zu viele labbadias, vehs, fronzecks, neururers, magaths und co, die von einem verein zum nächsten gereicht werden und man sich nicht traut da mal andere zu etablieren (an der stelle danke, michael köllner, auch wenns hier um ne andere dimension geht).

Wie gesagt, Finanzielle Unterschiede gabs ja immer und in meiner denkweise müsste der qualitätsunterschied früher sogar noch größer gewesen sein, wenn es jemand wirklich "ernst" genommen hat und musterprofi längst nicht für alle galt.

vielleicht wache ich morgen auf, und das macht alles so gar keinen sinn, was ich jetzt geschrieben hab, bzw. war unnötig, weils nunmal spitzensportler gibt, die zu den besten vereinen gehen und bums aus, aber nach dem spiel heute und den 2-3 bierchen frag ich mich einfach, wieso das gerade so dermaßen eskaliert in allen wettbewerben und ob der unterschied zu früher NUR daran liegt, dass die großen realtiv gesehen (von absolut keine rede) so viel mehr zaster haben als andere, oder ob man da noch mehr hinterfragen kann.
 

Hooch

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ManCity vs. Basel -> Klarer Favorit ManCity
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Das hat zum einen finanzielle Gründe, zum anderen aber auch sportliche Gründe. Die englische und deutsche Liga haben ein deutlich höheres Niveau als die der Gegner und Portos großartiges Scouting hat in den letzten zwei, drei Jahren abgenommen. Und nein, es gibt immer noch sehr viele gute Spieler, dank professioneller Strukturen mehr als früher. Die früh zu finden ist eben die Kunst.

Mittlerweile gibt es im oberen und mittleren Bereich sogar mehr konkurrenzfähige Vereine dank der Investoren.

klar ist, dass es ein mario basler z.b., sowohl vom verhalten (rauchen/trinken) und vielleicht auch sportlich (schwer ihn sich jetzt auf dem platz vorzustellen) wohl heutzutage nicht mehr in eine profimannschaft schaffen würde und zumindest in den top clubs größtenteils nurnoch "musterprofis" spielen, aber das zieht sich ja eigentlich bis zur zweiten liga durch

Natürlich würde ein Basler heute noch in einer Profimannschaft spielen, wenn er gut genug spielen würde. Das mit den "Musterprofis" ist ein Mythos. Die meisten Spieler wissen nur, wann sie feiern gehen können und wann sie zu arbeiten haben. Ist nicht zu viel verlangt, wenn das Kapital im Beruf die eigene körperliche Leistung ist.

gibt es also hier vielleicht zu wenige top-trainer und zu viele labbadias, vehs, fronzecks, neururers, magaths und co, die von einem verein zum nächsten gereicht werden und man sich nicht traut da mal andere zu etablieren

Langsam. Magaths letzter Bundesliga-Arbeitsplatz ist sechs Jahre her, Veh trainiert nicht, Peter Neururer hat vor mehr als drei Jahren (nach vierjähriger Pause) seinen letzten Fußballverein trainiert (und das auch nur, weil er mit den dortigen Strukturen bekannt war), Frontzeck soll nach drei Jahren Pause einen Verein vor dem Existenzverlust retten und Labbadia ist Feuerwehrmann #1.

Trainer wie Labbadia und Frontzeck werden für kurzfristige Effekte eingestellt. In der Bundesliga besteht die Mehrheit aber aus Trainern, die für Langzeitentwicklungen gedacht sind. Deine Ansicht erscheint mir viel zu pessimistisch.
 

Hooch

Ebenezer Hooch
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Und die nächste Milliardentruppe ist draußen. Zum Glück muss man diese Busparkerei nicht mehr auf internationaler Bühne sehen.
 

McLeo

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Was für ein schrecklicher Fußball den Manchester United da spielt. Völlig zurecht raus.

In Rom auch ein katastrophaler Kick.
 

Hooch

Ebenezer Hooch
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Und die nächste Milliardentruppe ist draußen. Zum Glück muss man diese Busparkerei nicht mehr auf internationaler Bühne sehen.

Den Bus hätte man heute übrigens auch durch Courtois' Beine fahren lassen können. Er trägt nicht die alleinige Schuld an Chelseas Scheitern, aber puh: An guten Tagen hält er alle drei Gegentore.

Weiter sind nun:

Barcelona
Bayern
Manchester City
Juventus Turin
AS Rom
Liverpool
Real Madrid
FC Sevilla
 
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Lutz

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Naja, hätte schon eher mit Manchester United als mit Sevilla gerechnet.
Sevilla und Rom wohl die beiden "Freilose", wenn man von sowas im Viertelfinale noch sprechen kann.
 

Matte

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Wäre auch mein Wunschlos.
Von Chelsea gestern hatte ich mir eig mehr erhofft, Manchester United grausam, Sevilla könnte echt unangenehm werden.
 

Hooch

Ebenezer Hooch
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Pool - City fußballerisch ein sehr interessantes Duell. Der Rest joah ... am meisten ärgert mich Juve - Madrid. Das sieht man gefühlt jedes Jahr einmal. Sevilla ist eine schöne Auswärtsfahrt für die Bayernfans. Faszinierende Stadt.
 

NAIL

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Pool - City fußballerisch ein sehr interessantes Duell. Der Rest joah ... am meisten ärgert mich Juve - Madrid. Das sieht man gefühlt jedes Jahr einmal. Sevilla ist eine schöne Auswärtsfahrt für die Bayernfans. Faszinierende Stadt.
und wohl der vom Papier her einfachste Gegner. Im möglichen Halbfinale gibt's dann aber nur noch "Brocken"
 

kurbi

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Das trügerische an dem Los Sevilla ist, dass man deutlich anders über das Los sprechen würde, wenn man ManUtd bekommen hätte.
 
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